CIMA

Ein neues Zuhause für Straßenkinder

Tausende Straßenkinder prägen das Stadtbild in den Zentren von Lima. Viele sind kaum älter als sechs Jahre. Sie wachsen ohne Kontakt zu den Eltern oder der Familie auf – allein zwischen Drogen, Kriminalität und Prostitution. Mit dem Ziel, den Straßenkindern eine Lebensalternative jenseits der Straße zu bieten, kam der kanadische Erzieher Jean-Louis Lebel 1990 nach Lima um sich dort den Straßenkindern anzunehmen und sie der zwanghaften Selbstzerstörung in den Straßen und Plätzen zu entziehen. Er gründete das Straßenkinderprojekt CIMA, in dem die Straßenkinder auf freiwilliger Basis die Möglichkeit haben sich zu rehabilitieren. CIMA entwickelte sich rasch zu einem Heim für Straßenkinder und wuchs zu einem eigenen Zentrum heran. Dort leben heute ca. 100 Straßenkinder.

Die Aktion Peruhilfe e.V. übernimmt seit vielen Jahren einen großen Teil der Finanzierung von CIMA. Diese Hilfe bleibt auch in Zukunft für den Fortbestand des Projektes unverzichtbar.

Grundprinzipien von CIMA

  • eine humanistische und christliche Erziehung
  • Liebe, Geborgenheit und Zuneigung
  • Hilfe bei der freiwilligen Eingliederung in die Gemeinschaft
 
Aufgaben und Ziele
CIMA hat sich zum Ziel gesetzt aus den ehemaligen Straßenkindern selbständige und dem Leben gegenüber 
aufgeschlossen Persönlichkeiten zu machen
 
CIMA möchte deshalb:

 -den Kindern ein Zuhause bieten
Das Heim wird das Zuhause, das den Kindern fehlt. Sie können hier alle ihre grundlegenden Bedürfnisse befriedigen. Es soll alles Notwendige geboten werden, um eine abgerundete persönliche Entwicklung zu ermöglichen.
Dazu gehören: Erziehung, Essen und Unterkunft, Kleidung, Liebe, schulische und berufliche Bildung sowie  physische und geistige Gesundheit.
 
– Rückführung der Kinder in ihre Familien
CIMA möchte die Kinder nicht institutionalisieren, sondern sie wieder mit ihren Familien zusammenführen, soweit
es die Situation von beiden erlaubt.
 
– Follow-Up Hilfe leisten 
CIMA will die Kinder und Jugendlichen nicht nur auf den Moment der Reintegration in ihre Familien vorbereiten,
sondern bietet darüber hinaus einen sogenannten Follow-Up-Service für die Familien, um einen dauerhaften Aufenthalt
bei der Familie zu leisten.
 
Das Heim in Cieneguilla
Das Zentrum für die Kinder und Jugendlichen befindet befindet sich in Limas Bezik Cieneguiulla.
Der liegt ca. 2 Stunden vom Zentrum entfernt im Tal des Rio Lurin.
Innerhalb des Geländes gibt es sechs Wohngruppen für jeweils 16 Kinder
und verschiedene Funktions- und Verwaltungsgebäude.
Das sind:
 
– Großküche
– handwerkliche Werkstätten (Holz, Metall, Textil)
– Schulräume
– Computerraum
– Bibliothek, Musik und Turnsaal
– Biogarten und Kleintierzuchtställe
– Sportplätze
– Grünflächen, Gärten