Leoncio Prado – Vorzeigeschule in Pamplona Alta

1978 begann der deutsche Lehrer Horst Kiehn in Pamplona Alta mit Eltern  den Bau einer Schule in einer menschenfeindlichen Sandwüste ohne Straßen, ohne Wasser, ohne Elektrizität. Ein Jahr später konnte der erste Unterricht in zwei Klassensälen stattfinden.  

 Heute ist die Schule Leoncio Prado eine „Vorzeigeschule“, die für peruanische Verhältnisse überdurchschnittlich eingerichtet ist und auch ein leistungsmäßig hohes Niveau hat. Auch das Umfeld hat sich sehr verbessert.  Zurzeit werden hier 2.200 Schülerinnen und Schüler in 50 Klassen von ca. 100 Lehrpersonen unterrichtet. 

Aus Platzgründen findet der Unterricht für die eine Hälfte der Schüler am Vormittag von 8:00 bis 13:00 Uhr und für die anderen am Nachmittag von 13:30 bis 18:00 Uhr statt. Jährlich werden etwa 150 Schülerinnen und Schüler mit Sekundarschulabschluss entlassen. 

Besonders durch den Unterricht in den Werkräumen (talleres) sind die jungen Menschen gut auf den Eintritt ins Berufsleben vorbereitet und haben recht hohe Erwartungen an ihre Zukunft. Auch die Zahl der Schulabgänger, die in Universitäten oder Institute eintreten, wächst von Jahr zu Jahr.  Bis zum Jahr 2013 erhielten alle Schüler der Primaria täglich von der Peruhilfe ein Schulfrühstück, das heute vom peruanischen Erziehungsministerium gegeben wird. 

Elternvertretung, Schule, und Aktion Peruhilfe e.V. arbeiten weiterhin gut zusammen, um die anstehenden Probleme gemeinsam zu lösen. In den vergangenen drei Jahren wurden mit unserer Hilfe die Werkstätten verbessert, Laboratorien eingerichtet und die Computerräume auf den neuesten Stand gebracht. Eine Lehrergruppe hat mit unserer Hilfe und Spendern aus Deutschland einen Lesegarten errichtet, der für die verschiedenen musischen, gestalterischen und erzieherischen Projekte genutzt wird.  

Die Tribünen, auf denen die Schüler bei Veranstaltungen zuschauen, erhielten Sonnenschutzdächer, ebenso die Flächen, auf denen Sportunterricht erteilt wird. Die neu gebaute Schreinerwerkstatt ist mit neuen Maschinen ausgestattet, die vorwiegend von den Realschulen Bad Waldsee und Überlingen und dem Team des Oberschwabenkalenders gespendet wurden. 

Besonders die Ergebnisse der talleres „Textiles Gestalten“, „Hauswirtschaft“ und „Metall“ zeigen das hohe Niveau der Schularbeit.

Die Aktion Peruhilfe e.V. hat hier ihre Ziele weitgehend erreicht. Wir geben jetzt nur noch bei Projekten zur Erhaltung des Leistungsniveaus Unterstützung und begleiten die Arbeit der Schule wie z.B. bei der Einrichtung von Ausstellungs- und Verkaufsräumen der in den in den Talleres gefertigten Produkte. Hierdurch soll der Schule eine zusätzliche Einkommensquelle erschlossen werden. 

Die Beziehung zwischen Leoncio Prado und der Aktion Peruhilfe e.V. ist auch nach mehr als 35-jähriger Zusammenarbeit eng und vertrauensvoll.